Bericht Österreich - Finnland:

29. Februar 2012

Lange war es her, traf man sich gemeinsam zum letzten Match der Nationalmannschaft. Nun, am Mittwoch dem 29. Februar 2012 war es endlich wieder soweit. Unser Team traf in Klagenfurt auf die finnische Nationalmannschaft. Zugleich war dies das erste Spiel für Teamchef Marcel Koller auf österreichischen Boden. Die Fans waren nach der langen Winterpause wieder heiß auf Fußball, dachten wird zumindest...

Bereits am frühen Nachmittag trafen wir uns um sich auf eine lange, wie sich später herausstellte, ereignisreiche Fahrt vorzubereiten. Voll beladen ging es mit dem altbekannten 9 Sitzer Richtung Wien, wo ein sehr erfahrener Mann in Sachen Fußball zustieg. Nachdem ein kleiner Snack bei einer gängigen Fastfood Kette hinuntergewürgt wurde ging es zügig weiter Richtung Semmering, um einen weiteren echt „urigen“ Mann in unsere Kreise aufzunehmen. Die Fahrzeit dorthin vertrieb man sich durch Plaudereien untereinander und Getränkekonsum. Erwähnenswert ist der nette Empfang von Mattl durch eine Flasche Spezialschnaps für uns Pielachtaler. Sofort wurde verköstigt und selbst unser Busfahrer genehmigte sich einen kleinen Schluck.

Nun ging es weiter Richtung Klagenfurt. Nicht ahnend was noch auf uns zukommt… Es begann an einer Raststation, als sich der Bus plötzlich nicht mehr starten ließ. Kurzerhand entschied man sich den Bus durch Anschieben zu starten. Der Obmann fand in dieser Situation die passenden Worte um die Mannschaft zu beruhigen, indem er erwähnte, dass der Bus nicht tot zu kriegen sei. Doch als dann die Multimedia Anlage unerwartet ausfiel, wurde die Situation etwas unruhig. Einige Kilometer später merkten wir, dass weder die Innenbeleuchtung noch die Lichter einwandfrei funktionierten. Die Situation verschlechterte sich durch die einsetzende Dunkelheit. Schnell musste eine Entscheidung her. Nach kurzer Pause und Begutachtung des Obmanns, der über genug KFZ-Technisches Know-How verfügt, stand fest, dass es sich um einen Defekt an der Lichtmaschine handelt. Glück im Unglück, man hatte erst einen Tag zuvor die Batterie durch eine neue ersetzt, also schaffte man noch einige Kilometer mit Licht. Leichte Nervosität brach im Bus aus, fürchtete man doch nach einigen Jahren das erste Spiel zu versäumen.

Bei geringem Tageslicht schafften wir es gerade noch zu einer ÖAMTC-Station. Nach kurzer Wartezeit war auch schon unser Bus dran um unter die Lupe genommen zu werden. Dabei stellte sich heraus das die Kohlen der Lichtmaschine verschlissen waren, hat doch der Bus schon fast 500 000 km am Buckel… Großes Glück hatten wir als der ÖAMTC Mitarbeiter uns mitteilen konnte das dieser Teil lagernd wär. Nach 5 Minuten Einbauzeit war unser Bus wieder fit um die restlichen 60 km nach Klagenfurt in Angriff zu nehmen. Erleichtert und erfreut das Spiel doch noch zu sehen stieg im Bus der Stimmungs- wie auch der Alkoholpegel.

Beim Stadion angekommen ging es auch gleich in den Sektor, wo wir ein weiteres Mitglied von uns begrüßten. Nun konnte man sich auf das Match freuen. In der 5 Spielminute läuteten wir offiziell unser 5 jähriges Bestehen ein, in dem man ein eigens angefertigtes 5 Jahres Jubiläums Transparent über unseren „Hauptfetzten“ hängten. Dieses Transparent wird nun das ganze Jahr über bei allen Spielen begleiten.

Das Match selbst war spielerisch nicht das Beste. Einzige das kuriose Tor von Marc Janko wird so mancher wohl noch länger in Erinnerung halten. Nach dem Seitenwechsel übernahm die ÖFB-Elf, vor allem angetrieben von David Alaba, immer mehr das Kommando. Harnik und Ivanschitz sorgten für die weiteren Treffer. Den Ehrentreffer für Finnland erzielte Timo Furuholm in der 89. Minute. Zur Stimmung: leider sehr enttäuschend. Die Hurricanes waren zwar sehr bemüht, aber der Funken wollte einfach nicht auf das Klagenfurter Publikum überspringen.

Mit dem Sieg im Gepäck ging es zurück zum Bus um die hoffentlich nicht so turbulente Heimreise anzutreten. Man einigte sich darauf noch einen Stopp zum Essen einzulegen, machten jedoch dabei einen kleinen Umweg Richtung Süden und wieder zurück. Die Heimfahrt verlief etwas ruhiger als das Herfahren. Wir fuhren wieder Richtung Semmering um unsere Mitfahrer zuhause abzuliefern. Danach ging es nach Wien und zuletzt nachhause ins Pielachtal.