Bericht Türkei- Österreich:

29. März 2011

Diesmal hieß es: Destination Istanbul. Montags um 14.00 Uhr hoben 7 Pielachtaler gemeinsam mit einigen anderen Patrioten in die türkische Metropole ab, die sich als einzige Stadt der Welt auf 2 Kontinenten befindet. Nach einem 2 stündigen Flug wurden wir am Zielort vom schönen Wetter und unserem Reiseleiter Ibrahim begrüßt. Der von Martin Oster organisierte Bus, der sich später als großer Segen erwies, brachte uns bei dichtestem Verkehrsaufkommen heil bei unserem Hotel an. Der Yeni Raki, ein Anisschnaps und gleichzeitig ein türkisches Nationalgetränk, zeigte erste Auswirkungen, und somit hatten wir an der Rezeption schon erste Vermisste zu beklagen, für die der 3 minütige Fußmarsch vom Busparkplatz zum Hotel wohl eine große Schwierigkeit darstellte.

Ein etwas genervter Ibrahim versuchte die Situation zu beruhigen, hatte hierbei aber kein leichtes Spiel. Auch ein international erfahrener Mann wie Virus, konnte, geblendet von der Romanze mit „da 66er“, das Geschehen nicht beruhigen und machte sich sofort auf zu einem kleinem Shop, um türkisches Efes Bier zu testen.

Schon die Fahrt vom Flughafen zum Hotel ließ uns über die wahnsinnige Größe dieser Stadt staunen und nach einigen ruhigen Minuten in der Unterkunft, von der wir alle sehr positiv überrascht waren, machten wir uns zu einer ersten Erkundungstour auf. Mit riesigem Hunger und Vorfreude auf kulinarische Spezialitäten kehrten wir in ein schickes Lokal in einem alten, aber schönen Gebäude ein. Die einzige Dame in der Gruppe machte bei der Bestellung eine Ausnahme und bestellte nicht, wie die anderen, einen Kebab Spezial. Und sie lag goldrichtig damit. Der Kebab Spezial, oder besser bezeichnet als Lamm Cevapcici, wusste nicht zu überzeugen und konnte auch den Hunger keinesfalls stillen.

Schick war am Ende auch die nicht ganz zu durchblickende Abrechnung, womit speziell unser Old Madlock auch noch die nächsten zwei Tage zu kämpfen hatte. Mit einem anschließenden kurzen Spaziergang und dem Erkunden der Auswahl der vielen kleinen Shops, ging der Tag in den wirklich schönen Zimmern des Hotels zu Ende.

Tagwache 6 Uhr früh. So hält es zumindest der Muezzin. Kopf zur Seite und weiterschlafen, so die anderen. Am späten Vormittag trennten sich die Wege der Pielachtaler, und so wurde der älteste Stadtteil in der bevölkerungsreichsten Stadt der Türkei nach Sehenswürdigkeiten und Bazars durchforstet. Vor allem der dichte Verkehr und das rege Treiben um jede Tageszeit nimmt einem hier oft die Luft zu atmen. Der Marsch durch ein Armenviertel ließ uns wieder erkennen, dass das ewige „Sudern“ der österreichischen Bevölkerung oft keine Berechtigung findet. Der Besuch einer ( von 2990) Moschee, eine Bootsfahrt am Bosporus, oder das Genießen einer Shisha auf einer Brücke im goldenen Horn rundeten diesen gelungen Sightseeing Tag ab und so traf man sich dann abends vor dem Hotel, um dirigiert von unserem Reiseleiter Ibrahim die Strecke Richtung Heimstätte des Sport Klubs Fenerbahce zu machen.

Das neue Stadion von Galatasaray schon zu Gesicht bekommen, durften wir diesmal den Besiktas Hexenkessel von außen bewundern. Die Besiktas Anhänger lassen hier wohl jedes Spiel zu einem Erlebnis werden, gelten sie doch als eine der lautesten Fans auf der Welt.

Endlich beim Fenerbahce Stadion angekommen und einer dreimaligen Umrundung mit dem Bus, anscheinend fehlte es doch an Ortskenntnissen, durften wir nach strengen Sicherheitskontrollen in den Hochsicherheits- lookalike Auswärtssektor. Neben uns Pielachtalern waren noch eine größere Abordnung aus dem violetten Salzburg, Bulldogs, Patriots, Oed- Zeillern und Linz vertreten. Insgesamt an die 200 Österreicher fanden sich im Sektor ein. Kaum einen Gesang angestimmt, wurden wir schon von den noch wenig anwesenden Türken gnadenlos ausgepfiffen. Tief beeindruckt von dem Support der Türken und deren Wechselgesang durften wir wieder einmal ein unnötiges Gegentor mitansehen. Nach einem Outeinwurf hatte Turan leichtes Spiel mit der österreichischen Abwehr und stellte aber trotzdem verdient auf 1:0.

Der Druck vom Anpfiff weg machte sich also bezahlt für die Türken und die auf einigen Positionen veränderten Österreicher fanden überhaupt kein Mittel um gefährlich zu werden. Langsamkeit im Spielaufbau, Fehlpässe und der nicht erkennbare unbedingte Wille lassen einfach keinen Sieg in der Fremde zu. Langsam schien unsere Mannschaft doch ein wenig aufzukommen, doch leider kam der zweite Gegentreffer dazwischen. Ich behaupte, Macho hätte dieses Tor auch verhindern können, aber bei dieser Meinung scheiden sich wohl die Geister. Jimmy Hoffer holte mit einer Schwalbe in der 85 Minute noch einen Elfmeter heraus, doch Maierhofer konnte diesen nicht verwerten. Hitziges Geschehen dürfte sich nach dem Spiel in der Kabine abgespielt haben, doch dieses Temperament hätten wir uns lieber auf dem Platz gewünscht.

Zurück beim Hotel suchten wir noch eine Kebab Bude heim. Mit der Erkenntnis, dass der Kebab in Österreich einfach viel besser schmeckt, begab man sich dann mit amerikanischen Chips zurück auf die Zimmer.

Mittwoch Mittags verabschiedeten wir uns wieder aus der 13,1 Millionen Einwohner Stadt in Richtung geliebtes Österreich.