Bericht Holland Auswärts:

Auswärtsfahrt Eindhoven 8 – 10 Feb. 2011

Bestens gelaunt und mit großer Vorfreude sammelten sich 8 abenteuerlustige Pielachtaler am Dienstagabend schon traditionell im Glaubis Cafe und Bar um von dort aus die Reise nach Holland in die Stadt Eindhoven in Angriff zu nehmen. Nachdem etwas mehr und weniger pünktlichen Erscheinen mancher Crew Mitglieder ging es dann kurz vor 8 los. Einige Klopferrunden später traf man sich auf der Raststation Ansfelden mit den Bulldogs, um sich gemeinsam im Konvoi dem Ziel zu nähern. Wie sich herausstellte hatte dies eine Drosselung der Reisegeschwindigkeit zu Folge, so konnte mancher aber mehr Schlaf oder mancher auch mehr Bier konsumieren als geplant. Anmerken muss man hier auch die interessant programmierte 2 Zonen Klimautomatik des T4, die sich mit tropisch utopisch in der zweiten Reihe und mit antarktisch galaktisch in Reihe 3 doch etwas konträr die Reisetemperatur regelte.

Souverän chauffiert von Kuppis und Iker Kassier trafen wir frühmorgens in Eindhoven ein. Überrascht und zugleich auch sehr beeindruckt von der enormen Anzahl an Radfahrern, die sich durch die Straßen schlängelten, machten wird uns auf die Suche nach einem Lokal. Nach erfolgter Stärkung, wobei wir es aufgrund des Alkoholausschankverbots bis 11 bei Wasser und Kaffee beließen und erste Eindrücke sammeln von der netten Stadt, fuhren wir zum ideal gelegenen Hostel 3BE, wo wir zunächst den Bus parkten und anschließend die Radfahrer Hochburg Eindhoven erkundeten. Neben schönen Altbauten, toller Kirche und einer Stadionbesichtung, waren wir vor allem von der Shopping Vielfalt angetan. Nicht nur beim täglichen Benutzen des Drahtesels, sondern auch beim modischen Aspekt sind uns die Holländer ein ganzes Stück voraus. Zurück beim Hostel wurde dann erstmals eingecheckt und grundlegende Hygiene durchgeführt.

Entspannt aber hungrig bewegte sich unser kleiner aber feiner Mob allmählich in Richtung des Philips Stadion, doch unser Plan, am Weg dorthin gemütlich einkehren um Essen zu gehen, wurde von den Holländern ein wenig durchkreuzt. Schon nach kurzer Zeit auf der längsten Café Meile in den Niederlanden wurden wir vom holländischen TV um ein Interview gebeten und gleich danach verschlug es uns in eine Kneippe voll mit verrückt gekleideten Oranje Fans. Gemeinsam tanzten wir uns friedlich mit gutem Bier und bei typischer holländischer Gute Laune Musik auf das Match ein und es wurde auch der ein oder andere Schal ausgetauscht. Weiter marschierten wir mit Sprechchören durch die Innenstadt und schon bald waren wir beim Stadion angelangt. Nach mehreren lustigen aber auch informativen Unterhaltungen mit jungen Holländern, wo wir auch endlich die Bedeutung von „verhuured“ in Erfahrung bringen konnten, mussten wir im Stadion leider feststellen, dass wir nicht wie gewohnt dem Auswärtssektor zugeteilt wurden, sondern gleich neben den Heim Fans ausharren mussten. Aus bislang unerklärlichen Gründen wurde es verboten, Transparente aufzuhängen. Irgendwie gelang es uns dann doch, unseren „Fetzen“ mit Hilfe großer Menge Klebeband zwischen Säule und Glaswand anzubringen. Außer uns Pielachtalern waren auch noch die Patriots Österreich, die Bulldogs, Oed Zeilern, eine Abordnung aus Linz and Graz, sowie die Ultras aus Salzburg vertreten. Kurz vor Spielbeginn versuchten auch die Salzburger Ultras noch ihr Transparent aufzuhängen, was jedoch von den Ordnern völlig unmissverständlich feindwillig interpretiert wurde und diese dann versuchten, wie man so schön sagt, den „Fetzn zu ziagn“. Diese Aktion stieß natürlich auf wenig Gegenliebe und sofort wurde versucht, das Transparent wieder in eigene Hände zu bekommen, was tumultartige Szenen auslöste und Faustschläge auf beiden Seiten bedeutete aber dank des starken Zusammenhalts der österreichischen Fans doch am Ende gelang, das Transparent in den eigenen Reihen zu halten. Das so oft viel zitierte Wort der Deeskalation wurde anscheinend von den Ordnern im Sicherheitsbriefing etwas anders aufgefasst. Nachdem wieder Ruhe eingekehrt war, konnte nun nach einer etwas eigenwillig gesungenen österreichischen Nationalhymne das Spiel beginnen.

Tja, es war wohl nicht das beste Spiel unserer Nationalelf, aber man konnte doch wieder einige gute Aktionen unserer jungen Hoffnungsträger ausmachen, wobei Alaba sehr ambitioniert agierte und vor allem in der ersten Hälfte einen Aktivposten darstellte, Marko Arnautovic mit einigen guten Szenen sowie Einsatz gefiel und Jürgen Macho wie immer einen sicheren Rückhalt bieten konnte. Staunen ließ uns auch die Stadionheitzung, die uns ab der 2ten Hälfte wärmte. Am Rückweg zum Hostel beglückten wir noch unseren Magen mit so mancher Speise, doch leider konnte insbesondere Mahatma van der Galf alias Jügren Gram aufgrund sprachlicher Barrieren nicht die gewünschte Pizza zum Ausdruck bringen, darum fand die Thunfischpizza leider keinen Abnehmer und van der Galfs Magen blieb leer. Später im 8 Bett Zimmer tauschten wird dann Ereignisse und diverse Erlebnisse aus, dabei wurde auch viel gelacht.

Motiviert und halbwegs ausgeschlafen nutzten wir den Donnerstagvormittag noch zum Shoppen und Flanieren. Mit ein paar Designerstücken mehr im Gepäck wurde der treue Partybus wieder aktiviert und der Heimreise konnte somit nichts mehr im Wege stehen. Diesmal hinterm Steuer saßen Madison Square Garden alias Manuel Tiefenbacher und Harrington, die uns absolut bauernschlau zurück in die Heimat zu unserem Ausgangspunkt Glaubis brachten. Gute Stimmung im Bus, so manches Schätzspiel gepaart mit Wodka und Bier ließ die elfstündige Heimfahrt doch sehr kurzweilig erscheinen. Lobend erwähnen muss man unseren, aus dem Schlaf gerissenen Stammwirten Glaubostar, der extra für uns sein Lokal öffnete und mit uns gemeinsam noch einmal die Reise Revue passieren ließ.